Samstag, 14. Dezember 2013

Freeletics: Woche 5 von 15

Eine aufregende Woche, in der viel passiert ist.

Der Ehrgeiz packt meine Mädls

3 Tage nach dem ich mit meiner 8-Jährigen Mailin gemeinsam den HADES durchgezogen hab (siehe voriger Post), ist wieder HADES am Programm. Um zu sehen, wie gut sie die Sache verkraftet hat, frage ich sie kurz vorm Start, ob sie nicht wieder mit machen will (und rechne dabei mit einer klaren Absage). Sie sitzt gerade am Keyboard und meint nur beiläufig, dass sie jetzt keine Zeit habe, da sie üben müsse und der Keyboardunterricht bald beginne.
Ihr große 11-jährige Schwester Lana hat wie immer die Ohren gespitzt - und schon höre ich es aus dem Kinderzimmer rufen: "Ich mach mit!" Dass sie der kleinen Schwester bei etwas hinter her ist kann ja wohl nicht sein!
Eine Minute später steht jedoch plötzlich auch Mailin umgezogen neben uns: da muss auch sie dabei sein ... ;-)

OK. Noch mal ein paar Erklärungen zu den Workouts - und los gehts.
Die zwei Schwestern "Burpeen" um die Wette, dann Klimmzüge, Liegestütze und Laufen.



Lana klagt jedoch von Anfang weg von leichten Kopfschmerzen, die nach der ersten Runde so stark werden, dass sie abbrechen muss.
Tränen der Enttäuschung kullern über ihre Wangen. Wie kann es sein, dass sie nicht das schafft, was ihre Schwester gemeistert hat? Sie spricht es nicht aus, aber ich lese es in ihrem verzweifelten Gesicht. Auch ihre Schwester erkennt die Lage, hat Mitleid und tritt gemeinsam mit ihr den Rückzug an.
Ich mach also allein weiter. Schade. Trotzdem bin ich sehr stolz auf sie und freue mich, dass der Wille da war und sie es zumindest versucht haben.

Meine Freundin startet voll durch

Schon seit vielen Wochen trainieren meine Lebensgefährtin und ich gemeinsam mit Body-Workouts. Begonnen haben wir mit dem "Fit ohne Geräte" Training. Seit ein paar Wochen machen wir nun gemeinsam Freeletics. Meine Freundin hat zu Beginn einfach bei meinem "Cardio & Strenght" Coach mit gemacht. Doch dabei verlor sie langsam immer mehr die Motivation und Lust, da dieser Trainingsplan sehr viele Klimmzüge und Liegestütze beinhaltet.

Also habe ich sie dazu ermutigt, ihren eigenen "Cardio" Coach zu starten. Und das war eine sehr gute Entscheidung! Einerseits sprechen sie die Ausdauer Workouts viel mehr an, und andererseits ist der Trainingsumfang an ihr persönliches Leistungsniveau angepasst und sie fühlt sich nun nicht mehr überfordert.

Die Befürchtung, dass das gemeinsame Training mit unterschiedlichen Trainingsplänen nicht so viel Spaß macht, hat sich nicht bestätigt. Selbst wenn ich mal im Freien trainiere (wenn die Einheit Laufen beinhaltet) und sie in der Wohnung. Allein dass man sich mit den Trainingszeiten abspricht und man weiß, dass gleichzeitig auch der andere trainiert, ist das schon eine große Motivationshilfe.


Der Highlight der Woche war Einheit 4, bei der wir Sonntag Mittag im Freien bei wieder etwas milderen Temperaturen im Sonnenschein gemeinsam trainieren konnten!

Endlich saftige Beinarbeit

Meine Freude war sehr groß, als ich den Trainingsplan dieser Woche das erste mal sah. 2 neue Workouts, die voll in die Beine gehen sollten. Übungen, die mir fürs Kicken mehr Kraft und Spritzigkeit in den Beinen bringen sollten.

Tag 2: IRIS. Ihre Kernübung: Climbers: in Liegestützstellung abwechselnd mit linkem und rechtem Bein nach vorne bis zu den Händen springen. Vor einigen Wochen hatte ich diese Übung schon mal versucht. Nach 10 Wiederholungen war ich damals schon ziemlich am Ende und konnte es mir gar nicht vorstellen, wie das die Lady im Trainingsvideo so flott und leicht hin bringt.
Es graute mir. Denn jetzt standen 100 davon am Programm, und das 5 mal!

Doch es war erstaunlich. Ich versuchte mich bei der Übung in die Leichtigkeit der Lady hinein zu versetzen und konnte tatsächlich schon 50 am Stück schaffen! Und nach 46min hatte ich das Workout in der schwierigen Ausführungsvariante tatsächlich geschafft.
Das "Lustige" bei der Sache: ich hab mich dabei um eine Runde verzählt - also eine Runde zu viel gemacht ;-)
Aber samma uns ehrlich. So is es. Egal wie schwierig. Wenn man 5 Runden schafft, schafft man 6 auch irgend wie ;-)

Und dann, an Tag 4, kam mein absoluter Highlight: KENTAUROS.
Da ich vom Kicken recht starke Bein habe, war ich sehr zuversichtlich, dieses berüchtigte Workout gut meistern zu können.
Aber bereits nach der ersten Runde wurde mir klar, dass es kein Honiglecken werden würde.

Jetzt dämmerte mir, warum mich der Coach in den Wochen davor so viele Jumps (beidbeinige Hochsprünge) hat machen lassen. Die Jumps zwischen jeder Übung sind in diesem Workout nämlich nur mehr so was wie ein Pausenfüller - damit sollte man hier besser kein Problem mehr haben ;-)
Kernübungen sind Lunge Walks und Burpee Frogs.

Bei den Lunge Walks geht man Schritt für Schritt nach vor, wobei das hintere Knie immer den Boden berühren muss. Geht voll auf die Oberschenkel.

Bei den Burpee Frogs hockerlt man sich wie ein Frosch auf den Boden, die Hände auf Höhe der Füße am Boden abgesetzt. Nun springt man mit den Beinen nach hinten in die Liegstützstellung und dann wieder nach vor in Ausgangsposition. Danach springt man aus der Hocke beidbeinig so weit wie möglich nach vor.
Geht super in Beine, Rücken und Kreislauf!
Mit 46min 30sec war es mein bis dahin längstes Workout.

Normalerweise bin ich so etwa eine halbe Stunde nach einem Workout wieder recht fit und erholt. Nach diesem intensiven Beinworkout war ich das erste mal für den Rest des Tages echt müde.
Die nächsten Tage hatte ich einen unglaublichen Muskelkater in Rücken, Oberschenkel und in einem Muskel, den ich davor glaub ich noch nie gespürt habe: den Schienbeinmuskel.

Wow. Ich freu mich schon auf den nächsten KENTAUROS ;-)

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